Erklärung der Geretsrieder Bürgermeisterin

26.11.13 Geretsried
Die Unterstützung "hat uns gut getan"
Hollywood-Kurve: Jetzt spricht die Bürgermeisterin

Geretsried - Erstmals meldet sich Bürgermeisterin Cornelia Irmer zum Geretsried-Schriftzug zu Wort. Sie freut sich über das Interesse - und hat einen neuen Plan, um die Buchstaben zu retten.
Der Überbringer der schlechten Nachricht war Dritter Bürgermeister Robert Lug. In Vertretung von Cornelia Irmer musste er im Bauausschuss mitteilen lassen, dass der Geretsried-Schriftzug auf Anordnung des Landratsamtes wieder weg muss. Die Rathauschefin selbst hat sich zu dem Thema bislang nicht öffentlich geäußert. Unsere Zeitung bat sie deshalb um ein Interview. Darin bedankt sich Cornelia für die Unterstützung, deutet aber auch an, dass es schwierig werden dürfte, den Schriftzug am bisherigen Standort zu erhalten.

Frau Bürgermeisterin Irmer, was sagen Sie zu der Anordnung des Landratsamtes, dass der Schriftzug wieder weg muss?

Als Bürgermeisterin und auch ganz persönlich bedaure ich es sehr, dass der Schriftzug in der so genannten HollywoodKurve (voraussichtlich) nicht bleiben darf. Andererseits habe ich auch Verständnis dafür, dass das Landratsamt die Vorgaben der übergeordneten Behörden umsetzen muss. Wir dürfen bei der ganzen Diskussion nicht vergessen, dass es hier um Sicherheitsfragen geht, auch wenn die Vorschriften manchmal für uns „Normalbürger" nicht ganz nachvollziehbar sind.

Warum hat die Stadt keine Genehmigung eingeholt, bevor sie den Schriftzug für 6000 Euro fest installiert hat?

Wir standen bereits ab Herbst 2012 mit dem Landratsamt telefonisch in Kontakt. Damals wurde der Stadtverwaltung signalisiert, dass die zu dieser Zeit noch liegenden Buchstaben zunächst toleriert würden. Da galt der Grundsatz: Ein pfiffiger Scherz, der nach dem bayerischen Motto „Leben und Leben lassen" geregelt wurde. Unser Bauamt ist dann davon ausgegangen, dass dies generell für den Schriftzug gilt. Im Nachhinein ist klar, dass dies ein Missverständnis war.

Werden Sie von sich aus etwas unternehmen, um die Hollywood-Kurve doch noch zu retten, wie es mehr als 2000 Bürger auf der gleichnamigen Facebook-Seite fordern?

Selbstverständlich haben wir sofort Überlegungen angestellt, was wir tun können, um die Hollywood-Kurve mit dem Schriftzug zu retten. Der Vorschlag, die B 11 in diesem Bereich als innerstädtische Bundesstraße auszuweisen, ist interessant. Er dürfte aber schwierig in der Umsetzung sein, weil eben gerade in diesem Bereich nicht der Eindruck einer geschlossenen Ortschaft vorhanden ist. Das könnte man bestenfalls weiter nördlich im Bereich zwischen Radweg/Schwaigwaller Bach und der Siedlung Am Forst unterstellen. Wir haben am Montag dem Landratsamt den Vorschlag gemacht, dass in der Hollywood-Kurve eine doppelte Leitplanke angebracht werden könnte. Ob das geht und dann der Schriftzug bleiben darf, muss natürlich erst geprüft werden. Falls das nicht möglich sein sollte, prüfen wir gerade Alternativen, die dem Abstandsgebot von rund 20 Meter zwischen Fahrbahnrand und dem Schriftzug entsprechen würden. Das stimmen wir mit der Verkehrsbehörde entsprechend ab.

Das ganze Interview lesen Sie in der Printausgabe des Isar-Loisachboten/Geretsrieder Merkur.

Quelle: http://www.merkur-online.de/lokales/wolfratshausen/geretsried/hollywood-kurve-jetzt-spricht-buergermeisterin-cornelia-irmer-3241211.html